Hallenbad im Neonlicht
Bezirksvertreter besichtigten Neubau an der Travestraße / Eröffnung im April

VON SILKE KRÖGER

Sennestadt. Der Eröffnungstermin steht: Am Wochenende, 25. und 26. April, können die Sennestädter nach Jahren wieder im eigenen Bezirk im Hallenbad schwimmen gehen – und das an diesen beiden ersten Tagen bei freiem Eintritt. Die Mitglieder der Bezirksvertretung (BZV) haben sich den Neubau am Donnerstag schon mal vorab angeschaut. Und waren begeistert.

Im Licht der untergehenden Sonne bewundern die Lokalpolitiker das großzügige neue Bad, über das sich ein wellenförmiges Trapezdach spannt: das große Schwimmbecken und das hintere, bereits geflieste Lehrschwimmbecken, das räumlich abtrennbar ist, damit es die Gäste aus Bethel ungestört nutzen können, den Sanitärbereich, weiß gefliest mit einigen blauen Absetzungen, die Umkleiden. „Es ist zwar noch kein Wasser da, aber man kann sich schon gut vorstellen, wie es wird“, meint BBF-Geschäftsführer Hans-Werner Bruns.

Während es langsam dunkel wird, sorgen Neonlicht und Baustellenlampen dafür, dass die Politiker genug erkennen können – auch die „Stolperfallen“ auf dem Boden wie Bretter, Kabel, Kachelstapel. Runter geht’s eine schmale Treppe in den Keller, wo die Technik untergebracht ist. Die Lüftungsanlage etwa, mit Wärmerückgewinnung, die Heizung – Brennwertkessel und Blockheizkraftwerk. „Wärme und Strom werden fürs Bad verbraucht, der Rest des Stroms geht ins öffentliche Netz“, erläutert BBF-Gesamtbetriebsleiter Dr. Hans-Jürgen Stern. Die Sporthalle nebenan wird mitbeheizt. Die Anlage läuft seit Oktober, derzeit herrscht eine Innentemperatur im Bad von 8 bis 10 Grad. Auch der von der Fotovoltaikanlage der Stadtwerke auf dem Flachdach produzierte Strom fließt ins Netz.

In vier großen blauen Kiesfilterkesseln wird das Beckenwasser gereinigt und dann zurückgepumpt. „Ein bisschen Frischwasser gibt’s aber auch“, sagt Bruns: rund 30 Liter pro Tag und Badegast. „Wir beziehen das Wasser aus unserem eigenen Brunnen, es hat Trinkwasserqualität.“ Im neuen Bad muss deutlich weniger Chlor eingesetzt werden, statt dessen wird das Nass im Wasserkreislauf mit UV-Licht entkeimt. Auch interessierte Bürger können später den Technikbereich besichtigen, verspricht Bruns abschließend.

Vorab sind die Sennestädter aufgerufen, sich einen Namen für ihr neues Hallenbad zu überlegen. Ein Ideenwettbewerb ist Anfang Februar, Mitte März geplant. Der 1. Preis könnte eine BBF-Jahreskarte sein.

© 2009 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (SB), Samstag 17. Januar 2009